Jugendschutzerklärung

 
Wir nehmen den Schutz unserer jugendlichen Gäste sehr ernst. Alkoholhaltige Getränke wie Bier, Wein, weinähnliche Getränke und Schaumweine wie z.B. Sekt als auch Mischgetränke daraus, dürfen an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht abgegeben werden und deren Verzehr darf unter 16-Jährigen auch nicht gestattet werden. Bei Jugendlichen über 16 Jahren ist dieser Getränkeverzehr durch den Gesetzgeber gestattet. Die Abgabe von anderen alkoholhaltigen Getränken wie Schnaps, Likör, Grappa, Wodka, Alkopops, Mixgetränke wie Cola/Rum oder alkoholhaltige Lebensmittel wie Weinbrandbohnen sind an Minderjährige grundsätzlich verboten. Diese Verbote gelten auch für alle Tabakwaren und alle nikotinhaltigen Erzeugnisse wie E-Zigaretten und E-Shishas als auch für nikotinfreie Aerosole.

 
Bei öffentlichen Tanzveranstaltungen (wie zum Beispiel in Diskotheken und Tanzclubs) gelten Alters- und zeitliche Aufenthaltsbeschränkungen. Jugendliche unter 16 Jahren, das betrifft alle 14- bis 15-Jährigen, dürfen nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person zeitlich unbeschränkt öffentliche Tanzveranstaltungen besuchen. Ohne Begleitung ist es dieser Altersgruppe grundsätzlich nicht erlaubt anwesend zu sein. Es gibt hier zwar Ausnahmen. Diese treffen jedoch bei unseren Veranstaltungen nicht zu. Anders bei Jugendlichen über 16 Jahren. Sie dürfen ohne Begleitung bis 24 Uhr öffentliche Tanzveranstaltungen besuchen.

 
Zuwiderhandlungen gegen die gesetzlichen Verbote des Jugendschutzgesetzes können als Ordnungswidrigkeiten mit einem Bußgeld bis zu 50.000,- Euro oder als Straftaten geahndet werden.
Wichtig ist für uns in der Praxis das Motto „Jugendschutz: Wir halten uns daran!“. Diese Aufgabe und Pflicht ist für uns als Gewerbetreibender und Veranstalter sowie unserem Personal im Trubel des Alltags nicht immer leicht. Alle unsere Mitarbeiter sind besonders praktisch geschult und haben die gesetzlichen Regelungen jederzeit im Kopf und wir wenden diese auch konsequent an.

 

Erziehungsbeauftragung / Muttizettel / Aufsichtszettel

Endlich! Es ist Wochenende und Du möchtest zur Party und dort abends länger bleiben? Gegen Mitternacht geht die Stimmung meistens erst so richtig los. Doch alle mit einem Alter unter 18 Jahren müssen die Feier zu dieser Uhrzeit laut Jugendschutzgesetz verlassen. Nicht, wenn Du einen sogenannten Muttizettel hast, denn dann darfst Du länger am Nachtleben teilnehmen. Doch worum handelt es sich bei diesem Zettel genau? Was muss er beinhalten, damit er gültig ist und wann benötigst Du ihn? Die Antworten erhältst Du in der nachfolgenden Übersicht zum Thema „Muttizettel“.

 

Was ist ein Partyzettel?

Jugendliche unter 16 Jahren dürfen laut Jugendschutzgesetz nur zusammen mit einem Erziehungsberechtigten in eine Disco. Sind sie 16 bis 18 Jahre alt, dürfen sie bis 24 Uhr bleiben. Egal, ob in der Diskothek, in einem Club oder auf einem Festival, wer das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, muss die Party um 24 Uhr verlassen. Da dies viele mächtig ärgert, gibt es die Erziehungsbeauftragung.

Mit Hilfe dieses Muttizettels kannst Du die Zeit unbegrenzt verlängern. Eltern bestätigen damit schriftlich, dass sich das minderjährige Kind auch nach Mitternacht noch auf der Party oder im Club aufhalten darf. Natürlich dürfen diesen Muttizettel auch der Vater oder der Vormund ausfüllen. Zudem benötigt ein Minderjähriger eine volljährige Aufsichtsperson. Sie muss während des gesamten Aufenthalts anwesend sein und ebenso den Muttizettel unterschreiben.

 

Was muss der Muttizettel beinhalten?

Zunächst einmal werden der Name und das Geburtsdatum des Jugendlichen eingetragen. Auch der eigene Name, die Adresse und Telefonnummer werden auf dem Muttizettel hinterlegt. Zudem wird erläutert, an welcher Veranstaltung das Kind teilnehmen darf. Das Datum darf ebenso nicht fehlen. Des Weiteren wird vermerkt, wie lange der Ausgang erlaubt ist. Ganz wichtig ist die Unterschrift eines Elternteils auf dem Partyzettel.

Auch der Erziehungsbeauftragte wird mit Name, Adresse und Telefonnummer angegeben. Daneben wird eine Kopie des Ausweises der Mutter oder des Vaters benötigt, je nachdem, wer von beiden unterschrieben hat. Wenn Du den Zettel unvollständig mitbringst oder die Kopie des Ausweises fehlt, wirst Du vom Veranstalter nicht hereingelassen oder Du musst eben um 24 Uhr die Party verlassen. Der Grund ist: Falls etwas passiert, steht der Veranstalter in die Verantwortung. Schützen kann sich der Veranstalter nur mit einem vom Erziehungsberechtigten ordentlich ausgefüllten Muttizettel.

 

Wann ist der Muttizettel gültig?

Grundsätzlich ist es nicht automatisch möglich, einfach von der Mutter oder dem Vater ein Aufsichtsformular unterschreiben zu lassen und überall so lange zu bleiben wie man möchte. Der Club muss diese Ausnahmeregelung akzeptieren. Eine Kopie des Zettels ist für den Veranstalter, den Du bei bei der Einlasskontrolle abgibst. Den zweiten Muttizettel trägst Du während des gesamten Abends immer bei Dir.

 

Informationen für Erziehungsbeauftragte bzw. Erziehungsberechtigte

Sie als Eltern haben natürlich eine Aufsichtspflicht zu erfüllen. Die Jugendlichen möchten allerdings auch mal alleine Party machen. Genau dafür gibt es das U18 Formular. Mit der Erziehungsbeauftragung übertragen Eltern ihre Pflichten an eine selbst ausgewählte andere Person, den sogenannten Erziehungsbeauftragten, den man im Idealfall persönlich kennt. Er muss während des gesamten Aufenthalts in der Disco oder auf der Party anwesend sein. Es ist ratsam, sich über die beauftragte Person ausgiebig zu informieren. Gut geeignet sind Familienangehörige, beispielsweise der große Bruder oder ältere Onkel. Er übernimmt die Verantwortung für den Minderjährigen. Er sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Erziehungsbeauftragte muss über 18 Jahre alt sein.
  • Er sollte über genügend Verantwortungsbewusstsein verfügen und erzieherische Fähigkeiten aufweisen.
  • Im Umgang mit Alkohol sollte er dem/den Jugendlichen Grenzen aufzeigen und eine Vorbildfunktion einnehmen. (Autorität der Person gegenüber zwingend erforderlich)
  • Erziehungsbeauftragte sollte den Schützling zur vereinbarten Zeit sicher nach Hause begleiten.

Erziehungsbeauftragte sollten sich darüber bewusst sein, dass sie mit dem Eintragen auf dem Muttizettel eine große Aufgabe übernehmen. Sie können, falls dem betreuten Minderjährigen etwas passiert, verantwortlich gemacht werden. Sie sollten eine Vorbildfunktion einnehmen und bewusst auf Alkohol verzichten. Es gibt zwar keine gesetzlichen Grenzen, wie viele Leute beaufsichtigt werden dürfen, doch es empfiehlt sich, nur einen einzelnen Jugendlichen zu betreuen.

 

Aufsichtszettel ohne Ausweiskopie ungültig

Achtung: Jedem Muttizettel muss eine Kopie des Personalausweises der Personensorgeberechtigten beigefügt werden. Die Unterschrift auf dem U-18-Formular muss nämlich zur Validierung mit der Unterschrift auf der Ausweiskopie abgeglichen werden. Ein Muttizettel ohne Ausweiskopie wäre also leider nicht gültig, weil die Daten dann nicht überprüft werden können. Es wird dabei empfohlen, stets eine gut lesbare Ausweiskopie vorzulegen und nicht das Original.

 

Fazit

Viele Minderjährige träumen davon, ohne die Eltern in die Disko zu gehen, aber sie nicht schon 24 Uhr verlassen zu müssen. Denn dann geht die Party meistens erst mal so richtig los. Mit dem Partyzettel und einem Erziehungsbeauftragten kannst Du solange bleiben, wie auf dem Zettel vermerkt ist. Achte jedoch darauf, dass er alle wichtigen Informationen und vor allem auch die Unterschriften enthält, denn sonst bringt er Dir nichts. Ab 18 Jahren bist Du volljährig und benötigst von nun an kein Mutti-Dokument mehr. Dann kannst Du so lange bleiben, wie Du möchtest.

 


Zuletzt überarbeitet am 30. Juli 2019